Die Maya Gottkönige in Mesoamerika,Geschichte und Hochkultur der Maya

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Der 21.12.2012

 

Der 21.12.2012

Dieses Datum ist der letzte Tag der Langen Zählung, des erstaunlich genauen rituellen Kalenders der Maya, der präzise mit Daten des christlichen Kalenders korreliert werden kann.
Weltuntergangsszenarien werden nicht zu befürchten sein aber die Menschen benehmen sich manchmal mehr als albern.
Mit diesem dritten Kalender konnten die Maya einen viel längeren Zeitraum abdecken. Wann genau der Nullpunkt der langen Zählung war, ist nicht ganz sicher. Die meisten Forscher glauben, dass es der 11. August 3114 vor unserer Zeit war. Wenn das stimmt, fällt das Ende der langen Zählung genau auf den 21.12.2012

Mexikanischen Codices-2
Die Tafel 22 gibt das dramatische Geschehen einer kosmischen Katastrophe wieder. Das Bild bezieht sich auf die bei allen mittelamerikanischen Völkern anzutreffende Vorstellung von der mehrmaligen Schöpfung und Vernichtung der Welt. Nach den Überlieferungen der Maya gingen der bestehenden Welt, die auch dereinst einmal zerstört werden würde, bereits drei andere Weltzeiten voraus.

Die entfesselten verderbenbringenden Gewalten, die eine Art ›Sintflut‹ herbeiführen, werden durch drei furchterregende Figuren repräsentiert. Unter der Hieroglyphenreihe ist der Himmelsdrache zu sehen, der hier nicht den lebenspendenden Regen sendet, sondern zerstörende Wasserfluten speit.
An dem Vernichtungswerk ist außer einem schwarzen, mit Speeren und Wurfbrett bewaffneten Gott auch eine weibliche Gestalt beteiligt, deren feindlicher Charakter durch den Schlangenkopfputz und die ge-
kreuzten Knochen auf ihrem Kittel betont wird. Die ›alte Göttin mit den Tigerklauen‹ ist sicher ein Bild der Ixchel, der Gottheit der Fluten, aber zugleich der Schwangerschaft und der Geburt. Sie tritt auch in anderen Partien der Dresdner Handschrift als alte, feindliche Wassergöttin

In Esoterik- Kreisen hat der Maya-Kalenderwechsel
inzwischen eine lustvolle Endzeitstimmung geweckt. Unzählige Bücher bereiten Untergangsgläubige auf den 21 Dezember 2012 vor. Wer will, kann überall die Apokalypse sehen: Auch aus dem chinesischen Orakel 1 Ging und den hinduistischen Weissagungen lässt sich mit etwas Wohlwollen ein Zeitenende für 2012 ableiten. Sogar aus der Bibel wurde schon 2012 als Jahr der Weltvernichtung gelesen.
Andere erwarten die Zeitenwende eher optimistisch. Sie hoffen auf einen generellen Bewusstseinswandel der Menschheit und treffen sich auf speziellen Kongressen, um sich auf die neue Zeit vorzubereiten. Auch die Maya selbst deuten ihren Kalender nicht pessimistisch. Ihr oberster Schamane Wandernder Wolf erinnert daran, dass der Kalender nicht nur ein Ende vorhersagt, sondern auch einen Anfang - den Übergang in eine neue Welt: "Wir sagen nicht, dass die Welt untergehen wird. Es gibt Hoffnung, wenn wir bereit sind, die Natur zu verteidigen. Wir sind hier, um die Erde zu erhalten, nicht, sie zu zerstören."
Vielleicht ist es ja mit unserer heutigen Zivilisation wie einst mit den alten Maya. Krisen mögen äußere Anlässe haben, aber die wahren Ursachen liegen in der Gesellschaft selbst - ob einst in einem Maya Stadtstaat oder heute in globalen Finanz- und Umweltproblemen. Um sie zu meistern, muss die Gesellschaft sich selbst grundlegend ändern - sie muss in eine neue Zeit übergehen. Und so könnten die Maya tatsächlich richtig liegen mit ihrer Prophezeiung.


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