Die Maya Gottkönige in Mesoamerika,Geschichte und Hochkultur der Maya

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Schamanen

 
 

Schamanen sind geistige Führer und Naturheilkundige. Sie sind die Bewahrer des alten, über  Generationen weitergegebenen Wissens, wie die spirituelle Bedeutung des SUYUA–TAN, die alte Priestersprache der Maya und sie sind die Vermittler zwischen dem Diesseits und dem Jenseits.
Man könnte Schamanen als die Vorfahren der Ärzte, Psychotherapeuten und Priester betrachten.

Die Drogen der Schamanen
Der Rausch der Götter

Vor allem in Mexiko waren und sind Rauschmittel ein wichtiger Bestandteil der Kultur. Deswegen sind auch hier die meisten Informationen über Pflanzen und deren Einnahmemöglichkeiten überliefert. So ist beispielsweise der Kaktus Peyote aus mexikanischen Riten nicht wegzudenken. Peyote steht für den Hirschen und den Mais, was die Lebensgrundlage für die Indianer war und gilt auch heute noch als heilig.
Oder der Samen der Trichterwinde - Ololiuqui - ist ein bedeutsames Halluzinogen in der aztekischen Religion.


Als die Spanier in die Neue Welt drängten, begegneten sie erstmals Schamanen, die sie abschätzig als "Zauberer" und "Schwarzkünstler bezeichneten.

Die Pilz-Rituale der Indianer:
Das erste, was man bei derlei Zusammenkünften aß, war ein schwarzer Pilz, den sie Nanacatl nannten. Er wirkt berauschend, erzeugt Visionen und reizt zu unzüchtigen Handlungen. Sie nehmen das Zeug schon früh am Morgen des Festtages und trinken vor dem Aufstehen Kakao. Die Pilze essen sie mit Honig. Wenn sie sich mit ihnen trunken gemacht haben, beginnen sie erregt zu werden. Einige singen, andere weinen, andere sitzen in ihren Zimmern, als ob sie tief in Sorgen versunken wären. Sie haben Visionen, in denen sie sich selbst sterben sehen, und das tut ihnen bitterlich leid. Andere wiederum erschauen Szenen, wo sie von wilden Tieren angefallen werden und glauben aufgefressen zu werden. Einige haben schöne Träume, meinen sehr reich zu sein und viele Sklaven zu besitzen. Andere aber haben recht peinliche Träume: sie haben das Gefühl, als seien sie beim Ehebruch ertappt worden oder als wären sie arge Fälscher oder Diebe, die nun ihrer Bestrafung entgegensehen. So haben alle ihre Visionen. Ist der Rausch, den die Pilze hervorrufen, vorbei, sprechen sie über das, was sie geträumt haben und einer erzählt dem anderen seine Visionen
Kaum eine andere Zauberpflanze ist so typisch für den schamanischen und kultischen Gebrauch wie der heilige Pilz.

Bei dem Wort Rausch denken die meisten Menschen an einen Alkoholrausch- die Alkoholwirkungen sind sehr gut bekannt. Der Rausch beginnt mit einer angenehmen Heiterkeit und endet in Blackout und Delirium. Doch gibt es viel mehr Arten des Rausches, die ganz anders geartet sind. So bewirkt Opium einen Rausch, der durch Glückseligkeit, geistige Klarheit und Hellsichtigkeit charakterisiert ist. Der Haschischrausch ist durch eine anfägliche Euphorie und folgendem Assoziationsfluß gekennzeichnet. Der Kokainrausch zeichnet sich durch ein maßloses Geplapper aus. Der Rausch, der durch Nachtschattengewächse ausgelöst wird, kann als hypnotische Trance beschrieben werden. Die Räusche, die von Zauberpilzen, LSD oder Meskalin erzeugt werden, lassen sich am besten als visionäre Bewußtseinserweiterung umschreiben.
Die wichtigste mexikanische Pflanze der Götter neben dem Peyotekaktus ist der Pilz (Psilocybe mexicana) mit dem aztekischen Namen Teonanácatl, wörtlich übersetzt "Fleisch der Götter.

Ololiuqui (auch: Qloliuhqui) ist eine Droge aus den Samen mehrerer, meist zweier Windengewächse (Convolvulaceae).[1] Die wichtigste Art hat den botanischen Namen Turbina corymbosa (Syn.: Rivea corymbosa). Eine weitere Art ist Ipomoea violacea (Syn.: Ipomoea tricolor, Ipomoea rubro-caerulea), sie werden unter der Bezeichnung Morning Glory gehandelt. Die Windengewächse wachsen im südlichen Mexiko und im nördlichen Mittelamerika und sind mit der Himmelblaue Prunkwinde (Ipomoea tricolor) verwandt.
Es gibt in Mexiko ein Kraut, dass heißt Schlangenkraut, eine Schlingpflanze mit pfeilförmigen Blättern, die deshalb auch das Pfeilkraut genannt wird. Der Same dient in der Medizin. Zerrieben und getrunken mit Milch und spanischem Pfeffer, nimmt er die Schmerzen weg, heilt allerhand Störungen, Entzündungen und Geschwülste. Wenn die Priester der Indianer mit den Geistern Verstorbener in Verkehr treten wollen, genießen sie von diesen Samen, um sich sinnlos zu berauschen, und sehen dann Tausende von Teufelsgestalten und Phantasmen um sich.

Ololiuqui
(auch: Qloliuhqui) ist eine Droge aus den Samen mehrerer, meist zweier Windengewächse (Convolvulaceae).[1] Die wichtigste Art hat den botanischen Namen Turbina corymbosa (Syn.: Rivea corymbosa). Eine weitere Art ist Ipomoea violacea (Syn.: Ipomoea tricolor, Ipomoea rubro-caerulea), sie werden unter der Bezeichnung Morning Glory gehandelt. Die Windengewächse wachsen im südlichen Mexiko und im nördlichen Mittelamerika und sind mit der Himmelblaue Prunkwinde (Ipomoea tricolor) verwandt.Bereits die spanischen Conquistadoren versuchten im 16. Jahrhundert unter Androhung drakonischer Strafen den Gebrauch der Substanz zu unterbinden, was jedoch nie gelang. Nach Auffassung der Indios ermöglicht es Ololiuqui, den Körper zu verlassen. Während dieser außerkörperlichen Erfahrung sei es dem Schamanen oder Priester, der sie einnimmt möglich, mit Geistern und Dämonen zu sprechen sowie in die Zukunft zu sehen. Die Droge wird von den Indios auch verwendet, um verlorene Gegenstände wiederzufinden und Verbrechen aufzuklären.
Die Pflanze und ihre Wirkstoffe unterliegen in Deutschland nicht dem Betäubungsmittelgesetz.        

Da sich die indigene Bevölkerung aus finanzieller Not keinen Arzt der modernen, westlichen Medizin erlauben kann, sind die Schamanen oder auch die Curanderos für sie ein lebenswichtiger Bestandteil und häufig die einzige Möglichkeit Heilung zu erfahren.

Aber Schamanen und Curanderos sind nicht nur Heiler indigener Bevölkerungsgruppen, sondern auch viele finanziell gut gestellte nemen regelmäßig ihre Dienste in anspruch.


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